La Sirène bleue im Aquarium de Paris.
Sie heisst Claire Baudet und schreibt, wenn sie nicht gerade taucht, ihre Doktorarbeit über den Mythos der Meerjungfrauen.

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Kann es sein, dasss 1837 für Paris eines der ereignislosesten Jahre des Jahrhunderts war? Nicht einmal ein Seinehochwasser konnte verzeichnet werden, keine Attentate, kein Kopfab mehr durch die Guillotine, die man nach einer gutbesuchten Abschlusshinrichtung zu Pflugscharen umfunktioniert hatte.
Bei so viel Ruhe liess eine Statistik nicht lange auf sich warten.
Doch dann, am 24. August, konnte die erste Eisenbahnlinie eingeweiht werden, die von Paris wegführte. Bereits am ersten Tag werden 18’000 Fahrgäste befördert.
Sicher waren darunter auch ein paar entlaufene Frauen – oder die 13 glücklichen Eheleute? (Wo bleibt der/die 14.?)

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Hinter der kleinen Kirche stürzt sich der Fallbach über die steile Fluh ins Tal. Das Wasser rauscht, die Totenglocke bimmelt mehr munter als traurig. Das Stockhorn ist nicht zu sehen, man ist zu nah an der Felswand. Das frische Grab ist mit einem grünen Flies bedeckt. Der engste Familienkreis hat eben erst meinen greisen Onkel Ernst beerdigt. Seit sechzig Jahren war ich nicht mehr in dieser kleinen mittelalterlichen Kirche, habe sie als feuchtkalte, dunkle Gruft in Erinnerung. Aber nein, die Trauergemeinde sitzt im Warmen. Während “der Pastor” die Verse aus Jesaja 43, 1-7 mit fester Stimme totprügelt – die Akustik ist bemerkenswert – betrachte ich die Decke, ein Kunstwerk des Zimmermanns und des Kerbschnitzers. Die mittelalterlichen Glasfenster leuchten in warmen Farben. Ein Chor singt. Dann spielen die Töchter und Enkelinnen ein Flötenstück, sehr feierlich. Den Lebenslauf, nun vom Pastor vorgelesen, hatte Ernst selber verfasst. Ein lieber, fleissiger, kluger und dankbarer Mensch war er, dieser angeheiratete Onkel. In meiner Erinnerung sitzt er auf seinem blitzsauberen Motorrad, trägt eine dieser gfürchigen Schutzbrillen mit runden Flaschenbödengläsern und eine Lederkappe.

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Das sollte man bei totaler Ermattung während der Arbeit öfters machen.

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In einem Magazin für edlen Weihnachtsschmuck – heuer mint, zartrosa und hellgrau – habe ich gelesen, dass es auch ein bisschen Kitsch sein dürfe. Also habe ich wieder Bethlehem-Engel-Karten in Hellblau, Pink und Lindengrün knuzeliert.
Da ich jedes Jahr ein bisschen im Verzug war mit den Wünschen zum glücklichen neuen Jahr, habe ich heute die ersten 23 Karten zur Post gebracht. Zu spät wünschen bringe Unglück. Aber wann ist eigentlich zu spät? Ist zu früh auch nicht gut oder freuen sich die Leute, wenn sie überhaupt Post erhalten?
Ich nehme es als ein gutes Zeichen, wenn ich den Engeln im Sommer bei Freunden an einer Schranktür, einem Badezimmerspiegel oder sogar aufgestellt auf einem Schreitisch begegne.

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In meiner Kindheit spannte Vater ein Netz über den Hühnerhof, damit der “Habk” die Küken nicht holen konnte. Der Habicht zog auch in seinem letzten Traum, den er uns erzählte, seine Kreise.
Ich liebe es, Greifvögel im Flug zu beobachten, und ist auf einem Buchumschlag ein solcher abgebildet, kann ich nicht widerstehen.
Als mein Enkel sich in der Schule einige Wochen mit dem Thema “Greifvögel” befasste, trug er meine Begeisterung mit Fassung.
Als er im Juni mit der Klasse eine Falknerei besuchte, schickte uns seine Lehrerin ein paar Bilder.

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Auf und davon

Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, liebe jüngere Tochter!

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Letzte Nacht und heute Vormittag brauste ein Sturm namens Marielou durch die Stadt. Es ist nass und kalt, so dass man am liebsten lesend im Bett bleiben möchte. Man könnte aber auch ein paar Sommerferienfotos anschauen und aus ihnen etwas Wärme tanken.
Hier zum Beispiel:
Mit luftigen Tüchern und Wäscheklammern vergrösserten wir in im Juli die Sonnenschirme, möglichst mit einem Durchblick auf den blühenden Oleander. In der Hitze, über mir ein weiter, wolkenloser Himmel, dachte ich an den kommenden Winter und wie willkommen mir dann so ein heisser Tag wäre.

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Dieses Foto schickte mir 2nd2nd, male (der Hausmeister) im vergangenen Februar aus Kosovo.
Es ist das Begräbnis seines geschätzten Onkels Sadri. Gekommen waren mehrere Hundert Trauergäste, die man anhand der ersten Runde der ausgeschenkten Kaffees zählte.
Die Beerdigung ist allein Sache der Männer. Die Frauen kommen erst am 2. Tag ans Grab.
Weshalb dieses Bild ein Adventstörchen ist?
Noch nie in der Geschichte der Region mischte sich ein weibliches Wesen unter die Männergruppe des ersten Tags. Bis zu diesem 11. Februar, als meine Enkelin (3rd, female) dem langen Trauerzug voran das Bild des Verstorbenen trug.

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In der vorweihnächlichen Werbung sehen die Familien beim Guezlibacken immer glücklich und zufrieden aus. Küchenschürzen, Vorhänge, Teigschüsseln, Geschenkpapier und Türkranz passen farblich zusammen und am Ende stehen auf dekorierten Regalen Tüten, Gläser und Dosen mit festlichen Schleifen und von Hand verzierten Etiketten, bereit zum originellen Verschenken. Die Küchen sind wie durch Zauberhand wieder blitzblank und nie bekommt man ein Bild von Vater, Mutter, Grossmutter, völlig erledigt auf einem Sofa eingeschlafen, zu Gesicht.
Bei uns wird in diesen Tagen ganz spontan gebacken und zwar von der jüngsten Generation. Die Füchse und Elche geraten, nach einigen Versuchen, besonders schön. Die Zwilligsherzen und die Sterne mit Loch weichen vom Gewohnten ab.
Daneben backem natürlich die familieninternen Spezialisten. Auch in diesem Jahr soll es neben den Klassikern eine spezielle Kreation geben. Das Rezept ist noch hoch geheim, aber der Name sickerte schon durch irgend ein Mehlsieb: Winnie Madikizela (-Mandela). (???)

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Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, meine liebe Tochter!
Heute nehme ich kein Kinderbild von dir, obwohl es noch viele herzige davon in den Alben gäbe.
(Ja, die sorgfältig geführten Alben, auf welche wir so stolz waren und die jeder Freund von dir mehrmals anschauen musste – schwarzweiss Fötis, später dann farbige, die Seiten dekoriert mit gepressten Blüten, Federn, Eintrittsbilletten aller Art, Bildchen aus Reiseprospekten, ergänzt mit ersten Sprüchen und Gedichten…)
Dieses Foto von dir wurde im September aus Südfrankreich an unseren Familien-Chat geschickt.

Abendrot

Foto: K., 2nd, male.

Das Schilfhälmchen verrät es: Meine Tochter steht am Ufer des Étang de Vaccarès.

Ein paar Katzensprünge oder 1 Bushaltestelle vom Block weg und schon sind wir am See. Am Wohlensee, einem Stausee, gespiesen von der Aare und einigen kleinen Bächen, gibt es das ganze Jahr hindurch die unterschiedlichsten “Vögel” zu beobachten. Nicht wenige lassen sich zu Gedichten inspirieren, schreiben Krimis, malen und fotografieren oder beobachten ganz einfach andere Vögel.
Bei so viel allseitiger Liebe und Begeisterung für den See braucht es natürlich auch jemanden, der für Ordnung sorgt, damit Störungen jeglicher Art im grünblauen Bereich bleiben.

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Morgen ist Bundesrätinnenwahl.
136 Jahre und 93 Bundesräte dauerte es, bis 1984, 13 Jahre nach Annahme des Frauenstimmrechts, eine Frau in den Obersten Rat gewählt wurde.

Hier diese sehenswerte Dokumentation für meine 4. Adventstür:

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Das untenstehnde Bild erreichte mich im April aus Tokio.
Auf einer Geschäftsreise wurde 2nd, male durch ein Lager für Dentalmatrialien geführt.
Ausgeliefert werden dort u.a. Zahnreihen in 1000 verschiedenen Farben und Grössen.

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Im vergangenen April erzählte mir meine Nachbarin Hedi durch den Gartenzaun über ihre Reise nach Grönland: “Da bisch de nume chliin i dere Landschaft.”
Eines ihrer Fotos nehme ich als 2. Tür.

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