July 2006


Da soll sich der Economist nur lustig machen über die Schweiz, die eine Mannschaft, die lediglich gegen zwei Schwächlinge wie Togo und Südkorea gewonnen hätte, wie Gewinner feiert. Ein Land in der Euphorie der Selbstüberschätzung…!

Also wir können uns über Selbstironie nicht beklagen. Heute zum Beispiel zeigt die NZZ am Sonntag eine Karikatur von Köbi Kuhn am Strand, wie er den kleinen Vogel (mit Schwimmhilfe) und den kleinen Cabanas (in viel zu grosser Fussballhose) lächelnd anweist, eine Sandburg zu bauen. Bei näherer Betrachtung erweist sich der Versuch als sandiger EM-Pokal.

Und der Witz, der seit einer Woche in jeder Schicht und jeder Sprache der Schweiz kursiert?

Saddam wird zum Tod verurteilt. Aber er hat wieder einmal Glück. Es schiessen Streller, Barnetta und Cabanas.

Vater und Albert sind sich einig: mit den neuen Kuh-Namen im “Schweizer Bauer” können sie sich nicht anfreunden:
Lourdes, Gilette, Carmen, Daiana, Lolita, Caroline, Jackie, Vanille, Fly-Away, Uriella…
Ist hier wirklich von Kühen die Rede?
Früher nannte man solches Grossvieh Vreni, Rösi, Käthi, Waldi, Figi, Venner, Prinz, Adler, Kaiser, Fion, Hirz und Wolga. “Schöne und passende Namen”, finden die beiden alten Bauern bei Milchkaffee und Apfelkuchen.
Unvergesslich bleibt Albert “Die Böse”, welche manch erfahrenen Bauern mit ihren Hörnern in die Flucht trieb, aber viel Milch gab.
Vater erzählt von der “Grauen”, die erst frass, wenn man sie am Halfter von Grasbüschel zu Grasbüschel führte und die auch viel Milch gab.
Dagegen sind, zugegeben, Lourdes & Co. richtige Milchfabriken.

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