Wie kann es sein, frage ich mich, dass ich die Ankündigung erst gestern abend mitbekommen habe? Wäre die Welt untergegangen, hätte mich dieses Ereignis ziemlich unvorbereitet getroffen. Um sechs Uhr steige ich heute aus dem Bett, um doch noch minimale Vorkehrungen für den Ernstfall zu treffen: saubere Kleider anziehen, Pflanze giessen, Brosamen von den Stuhlkissen schütteln, Geschirr aus der Maschine räumen, Körner im Vogelhaus nachfüllen, den Artikel übers Schneeräumen im Magazin lesen, Petflaschen und Glas zum Entsorgen bereit machen, Zahnbürste aufladen und Spiegel polieren. Danach trete ich auf den Balkon, auf welchem die über zwei Meter lange Weihnachtstanne (einheimisch, Nobilis) liegt und sehe die alte Sonne …

Stadteinwärts

... links über dem Gurten, die Bergketten noch im Dunst,

nach Südwesten

... an den Hauswänden im Tscharnergut …

Nach Nordwesten

... und auf den Dächern der Bauernhäuser auf der Riedern.

Sind wir diesmal noch einmal davon gekommen? In den Nachrichten Entwarnung.