Macheath: Siehst du den Mond über Soho?
Polly: Ich sehe ihn, Lieber. Fühlst du mein Herz schlagen, Geliebter?
Macheath: Ich fühle es, Geliebte.
Polly: Wo du hingehst, da will auch ich hingehen.
Macheath: Und wo du bleibst, da will auch ich sein.

Zusammen:
Und gibt’s auch kein Schriftstück vom Standesamt
Und keine Blume auf dem Altar
Und weiß ich auch nicht, woher dein Brautkleid stammt
Und gibt keine Myrte im Haar – Der Teller, von dem du issest dein Brot
Schau ihn nicht lang an, wirf ihn fort!
Die Liebe dauert oder dauert nicht
An dem und jenem Ort.“

Bertold Brecht: Die Dreigroschenoper, 1928

(Gianna Nannini und Sting Im Hamburger Schauspielhaus 1987)