Heute habe ich aufgeräumt und vieles weggeschmissen. Folgende Notiz hat den Tag überstanden:

Gemeindepräsident Dr. Klaus Baumgartner (SP), äussert sich zum
Thema „Kultur in der Stadt und Sparen“ anlässlich der
2. Kulturkonferenz im Erlacherhof Bern, 3. Dezember 1994. Angesprochen sind die Mitglieder der verschiedenen kulturfördernden Kommissionen (Film, Musik, Literatur, Theater, Museen) der Stadt.

“Kultur isch Motor für üsi Stadt!
Dyr sit die Einzige, wo nid drachömet i däre Suuregurkezyt.
Im Sozialberiich hei mer abe müesse.
We de dr gross Räge abe chunnt, we mer de zwunge wärde, eklatant obe-n-abe z’cho, de müesse mer de Prioritäte setzte.
Einegi vo öich heis no nid begriffe …
Mir hei es Klee-Museum chönne schaffe: das wott-i itz nid usegää, das mues itz loufe.
Dört üsseret sech dr Optimismus. Mir gloube, dass ds kulturelle Schaffe e Uswürkig uf ds Läbe vo dr Stadt Bärn het.
Ir Kultur wei mer nid zrügg buechstabiere, da chunnt Chraft.
Als wichtegi Komponänte muess me o Musee fördere.
Es isch wichtig, das me i dr Kultur o drüber nachedäicht, “wohin die Reise …”.
Das isch es, wo d’Stütz häregö.
Das heisst “Controlling”: wo-dr relativ frei chöit schalte, wo die Gremie mit Lüt vo dr Kultur bestückt si – das isch es, das “Controlling”. Das me gmeinsam-partnerschaftlech, aber bitte nid über Hafechääs … mir hei anderi Fälder no z’beachere!

Di kulturelli Spitzi het o-e Würkig uf d’Breiti u isch o-n-e Befruchtig für d’Gruppe!

Damit ist über Kultur alles gesagt.

Mein Genosse Klaus

(Gezeichnet während seiner Abschlussrede im Erlacherhof am 03.12.1994. )