gemischt

Irgendwann zwischen Regen, Hagel und Nächten mit Minustemperaturen …

Lenz

... gelang es Bàumen, Sträuchern und Frühblühern, sich doch noch kurz in ihre prächtigen Gewänder zu werfen.

Im Sauseschritt raste der Monat Mai vorüber. Ein kurzer Rückblick: Aus dem Anbaden am 11.05 wurde nichts. Der Weltbienentag, 20.05., war unfreundlich und kalt, trotzdem pflanzte ich ein Beet mit Borretschstauden, deren leuchtend blaue Blüten ab Juli jeweils von den Emsigen sehr umschwärmt werden.
Der “Tag der Nachbarschaft” am 24.05. wurde dieses Jahr quartierübergreifend begangen. Mehr als 1000 Bewohnerinnen und Bewohner, u.a. meine Tochter (Präsidentin des Quartiervereins) mit Familie, trafen sich an einem laaaangen Tisch durchs Tscharnergut und hatten es gut zusammen. Ich kam nur bis in meinen Garten, wo ich mit Nachbarinnen in den Beeten werckelte und bis in den Abend hinein plauderte.
Am “Tag der guten Tat”, 25.05., gelang mir keine einzige. Als ich am Abend einem Beutel Blattsalat zu einem Geburtstagsessen mitbrachte, wurde mir das Grünzeug von meiner Familie als gute Tat angerechnet.
Vom Tag des Anbadens bei 15° am 26.05. im beinahe menschenleeren Becken knipste ein Gfrörli vom Ufer her ein Föti. Saisonanfang und -ende im Bad stimmen mich immer nachdenklich. Auch dieses Jahr fehlen wieder einige Alte am “Prominentenhoger”. Von Hene, der mit der roten Badehose, nur eine Spur: das Loch im Gras, in welches er jahrelang seinen Sonnenschirm rammte. Auch Herr T. fehlt, schon im Frühling braugebrannt mit langen Indianerhaaren und Stirnband, seit den 70er Jahren stets am selben Tisch mit Espresso in der Sonne. Er sei abberufen worden in die Ewigen Jagdgründe erzählt mir meine Nachbarin.

Es kommt sehr selten vor, dass ich abends mit meinen Töchtern etwas unternehme (übervolle Agenden).
Am 28.05. hat es aber geklappt. Wir drei Frauen besuchten in Fribourg ein Konzert des Klezmer-Quintetts Kol Simcha, begleitet vom Orchestre de chambre fribourgeois – unvergesslich und wirklich eine Stimme der Freude!

(Hineinhören am Ende des Beitrags.)

Wie Frau Kaltmamsell in ihrem Blog Vorspeisenplatte einmal beschrieb, kann man nicht über alles berichten. In einigen Situationen bedaure ich das. (In meinen Blogk-Anfängen vor 15 Jahren, so scheint es mir, erzählte ich frischer von der Leber weg).

Viel Freude macht mir nicht nur die kulturelle Mischkultur. Auch der Garten überrascht mich immer wieder in seiner Vielfalt. So habe ich ausser einigen Setzlingen in diesem Jahr nichts gekauft. Ich lasse alles wachsen und mische mich nur ordnend ein, wenn eine Pflanze von anderen überwuchert wird.

Clematis I

Garten I Garten II

Garten III Garten IV

Clematis II

Ein freudiges und erholsames Pfingstwochenende!


(Quelle: Youtube eingebettet. 08.06.2019)