Feste feiern


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Wir haben Abstandhaltezeit und auch Geburtstagsfeste müssen verschoben werden – hoffentlich nicht bis zum nächsten.
Mein lieber, erster Enkelsohn (3rd, male), ich wünsche dir fürs neue Lebensjahr alles Schöne und Gute, zusammensein mit den Freunden, Reisen, Festivals, essen am Familientisch …!
Es war immer interessant, anregend und spannend mit dir von deinem ersten Lebenstag an: wie du mich beim Vorlesen korrigiertest – du warst gerade 4 Jahre alt – weil du, ohne dass ich es realisiert hatte, lesen konntest. Dann die Fussballtore, die du mir zeichnetest, damit ich ihr geniales Zustandekommen gebührend bewunderte, all die Spaziergänge in der Umgebung mit Tannzapfen gefülltem Rucksäckli. Unvergesslich bleibt u.a. auch dein Geburtstagsessen in der “Empress of China” mit Blick auf den Coit Tower in San Francisco – 1000 Sachen könnte ich aufzählen.

Ich “nusche”, wie andere auch, in der Archivschachtel und schicke dir diesen Vers zu deinem Geburtstag. Ich habe ihn an einem Sonntag vor 22 Jahren für dich gemacht:

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Osterkreise

Diese Eier wurden zwar – unter der bestmöglichen Einhaltung von Distanz – im engsten Familienkreis gefärbt, aber, neinnein, wir essen sie nicht alle selber. Sie werden nach hüben und drüben verschenkt, d.h. in Briefkästen und vor Türen gelegt.

Von hier nach dort schickt Familie Blogk herzlich frohe Ostern- und Pessachgrüsse!

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Aus einem Geburtstagsbrief, den ich von meiner jüngeren Tochter vor 14 Jahren bekommen habe:

Erst einmal möchte ich dir 1’000 Mal zu deinem Geburtstag gratulieren. Hoffentlich ist dieser Tag eine Freude für dich gewesen, obwohl du so viel arbeiten musstest! Ich wünsche dir alles Gute, viel Glück und wenig Stress in deinem weiteren Leben.

PS 1: Auf Wunsch kann ich dir das Zimmer umstellen.
PS 2: Auf dass du auch im Winter von Sonnenblumenfeldern träumst!

Auf der Rückseite des Briefes von Text von Leo Tolstoj:

Geburtstagsbrief

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Zum Geburtstag meiner älteren Tochter herzliche Glückwünsche
mit einem Gedicht von
Mascha Kaléko:

»Take it easy!«

Tehk it ih-si, sagen sie dir.
Noch dazu auf englisch.
„Nimm’s auf die leichte Schulter!“

Doch, du hast zwei.
Nimm’s auf die leichte.

Ich folgte diesem populären
Humanitären Imperativ.
Und wurde schief.
Weil es die andre Schulter
Auch noch gibt.

Man muß sich also leider doch bequemen,
Es manchmal auf die schwerere zu nehmen.

(aus: In meinen Träumen läutet es Sturm)

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“Wie haben Sie Ihren letzten Sonnentag verbracht?”
fragte am vergangenen Montag 21Minuten. (Ja, ich lese auch die Gratiszeitung. Ein junger Mann, der in einer geschützten Werkstätte arbeitet, wirft seinen Bekannten jeden Tag ein Exemplar in den Kasten.)

Da ich hoffte, dieser 20.10. sei nicht mein letzter Tag mit Sonne gewesen, machte ich mir dazu keine Notiz. Nun hat es die ganze Woche geregnet und ein strahlender Herbsttag ist im Moment nicht in Sicht.
Nur so im Nachhinein, damit dieser evtl. Letzte hier auch verzeichnet ist:

Mit einem Brunch feierte die Blogk-Familie den 11. Geburtstag meines Enkels (2nd3rd, male) ...

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Durchboxen

... nach Nägeln mit Köpfen!

Auf die Tische

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Ei 1

...eigentlich Eier gefärbt?” wurde ich in den vergangenen Wochen immer wieder gefragt.

Ja, wir haben gefärbt – in der Camargue.
Es gab nur braune Eier, aber in vielen Schattierungen. Alle Kräuter waren ledrig oder mit einem Flaum bedeckt, übrhaupt nicht “anschmiegsam”.

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Auf und davon

Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, liebe jüngere Tochter!

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Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, meine liebe Tochter!
Heute nehme ich kein Kinderbild von dir, obwohl es noch viele herzige davon in den Alben gäbe.
(Ja, die sorgfältig geführten Alben, auf welche wir so stolz waren und die jeder Freund von dir mehrmals anschauen musste – schwarzweiss Fötis, später dann farbige, die Seiten dekoriert mit gepressten Blüten, Federn, Eintrittsbilletten aller Art, Bildchen aus Reiseprospekten, ergänzt mit ersten Sprüchen und Gedichten…)
Dieses Foto von dir wurde im September aus Südfrankreich an unseren Familien-Chat geschickt.

Abendrot

Foto: K., 2nd, male.

Das Schilfhälmchen verrät es: Meine Tochter steht am Ufer des Étang de Vaccarès.

Einladung
Wir organisieren ein Fest!
Freitag ab 17:00 Uhr vor dem Block.

NachbarInnen kennen lernen, essen, trinken, zusammen sein.

Tische, Stühle und Getränke stehen zur Verfügung. Es kann auch gebrätelt werden.

Nachbarn I

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr können wir am heutigen Nachbarschaftstag draussen sitzen. Frau Egger meint aber, dass es 2017 mit weniger Platz gemütlicher war. Nur schade, dass nicht mehr Schweizer Bewohnerinnen und Bewohner zum Nachbarschaftshöck gekommen seien, finden einige. Die “Ausländer” sind doch so freundlich. Man schaue nur wieder einmal das reichhaltige Büffee an mit den feinen Salaten und dem Gebäck aus verschiedensten Ländern.
Ich mache einige Bewohnerinnen darauf aufmerksam, dass noch mindestens zwei weitere grössere Anlässe im Quartier statt finden und besonders das 300 Meter entfernte Bierzelt mit der Tanzmusik eine Konkurrenz zum Nachbarschaftstag sei.
Ich nehme mir eine Schale Bulgursalat. Dazu schenkt mir ein türkischer Mitbewohner ein Glas erfrischenden Ayran ein. Seine Familie wartet schwatzend und lachend auf den Sonnenuntergang und damit auch auf die Schüssel mit dem gekochten Rindfleisch. Einer der Jungen kommt und grüsst mich. Er ist ein ehemaliger Schüler von mir und besucht seine Eltern hier im Block. Ich erinnere mich sehr gut an das aufgeweckte Bübchen von damals. Nach der Schule machte Bülent eine Lehre als Elektriker und holte dann berufsbegleitend ein Studium nach. Heute hat er eine Staatsstelle mit günstiger Wohnung, ist mit einer Krankenschwester verheiratet und Vater von drei Kindern. Er ist begeistert, dass seine Kinder vom Lehrplan 21 profitieren werden. Als Mitglied im Elternrat will er dazu beitragen, die Bedenken den Erneuerungen gegenüber zu zerstreuen. Seine Kinder sollen einen Vater haben, der sich um ihre Bildung kümmert. Er weiss, wie es ist, wenn die Eltern die Sprache nicht verstehen, keine Mitteilungen aus der Schule lesen können und das Schulkind vom Kindergarten an alles selber in die Hand nehmen muss – irgendwie.

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Muentschi

Si si ufenang uecheggläge, si enang a Rügge u a Hals ghanget, hei i ds Liibli gschluchzet, enang i d Backe gchlemmt u ufe Chopf tätschlet u gmüntschelet, si umegumpet, hei enang a d’Bruscht presst, sech gägesitig d’ Haar verwuschlet oder d’Glatze gstriichlet, hei dr Wölfli ufglüpft u dür d’Mängi treit – ändlech wider einisch Meischter!
Das isch es Spiel gsy, woni nid im Stadion hät wölle erläbe, eifach zvil für miner alte Närve. I ha mi zwüschiche am Glettibrätt müesse ufstütze u ha’s de ändlech gschafft, im Chüehlschrank es Bärner Müntschi z’reiche.

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Wenn Schlangen und Eidechsen sich auf den Steinmauern sonnten, Anemonen und Zyklamen die Wiesen und Waldböden bedeckten, nachts die Schakale im Wadi jammerten, dann war es wirklich Frühling geworden, meine liebste, wenn auch kurze Jahreszeit in Israel. Der Hirte, der eigentlich ein Architekt war, wurde von der Schafherde über die blühenden Hügel begleitet. Hund habe ich keinen gesehen, aber vielleicht genügte den Tieren die Flötenmusik des Mannes, der ihnen mit seinem weissgelockten Haarkranz etwas ähnlich sah.
Jeden Frühling denke ich an diese Momente der Ruhe und Schönheit, welche ich damals in den 60er-Jahren in einem unruhigen Land erlebte konnte.

In den vergangenen Tagen habe ich Archivschachteln, viele Bücher und mein Gehirn durchstöbert. Ich suchte nach Brauchbarem für eine Jubiläums-Glückwunsch-Doppelkarte für diesen Gufeknopf, diesen Keil, welcher nun schon seit 70 Jahren zwischen seinen grossen Nachbarn steckt.

Hier die Seite 1 meiner Karte:
eine spärliche Sammlung von *Bildern, z. T. über 50 Jahre alt. Sie in dieser Form zusammenzubringen hat mich zwar einige Mühe gekostet, aber dabei tauchten viele Erinnerungen auf, entfalteten sich frisch und lebendig. Zehn Freunde und Freundinnen auf den Fotos haben uns für immer verlassen, ohne dass sich die Hoffnungen für ihr Land erfüllt hatten.
Wo ihr auch seid – ihr bleibt unvergessen!

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Ostertisch

Gründonnerstag
Während meine Enkelin mir den Schirm über den Kopf hielt, pflückte ich Un- und andere Kräuter, letzte Schneeglöckchen, Schlüsselblumen, Nüsslisalat, Salbeiblätter, winzigen Löwenzahn, zarten Storchenschnabel und Grashalme. Der Regen prasselte auf meinen Rücken, das Grünzeug war voller Schlamm und die Hände wurden schnell eiskalt.
Zu Hause wusch ich die Pflänzchen sorgfältig – jedes einzelne war kostbar. Am Karfreitag sollten sie um die Eier gebunden werden.

Karfreitag
Schon lange ist meine Wohnung zu klein fürs Eierfärben. Vor drei Jahren zogen wir in einen grösseren Raum um. Nun hatten sich wieder zahlreiche Nachwuchsfärberinnen und -färber mit ihren Erwachsenen angemeldet. Also bogen wir um eine weitere Hausecke, hinüber an den Waldrand, wo eine geräumige Baracke steht. Diese wird im Quartier als Kindertreff genutzt und kann für Familienanlässe gemietet werden, samt Spielplatz, Feuerstelle, Spielsachen und einer modernen Küche. Es kamen gegen fünfzig kleine und grosse Leute. Wir färbten um die 300 Eier. Bei Kuchen, Züpfe, Käse und Früchten wurde geplaudert, gespielt und Kräuter kunstvoll drapiert. Es war, trotz Kälte und Nässe, ein warmer, gemütlicher Tag.

Ostern
Die ganze Blogk-Familie kam zu mir zum Frühstück, mit feinen Broten, wunderbarem Himbeerkuchen mit Pistazien, Käseplatte, Schoggihasen und den bunten Ostereiern. Die Kleinkrähen suchten ihre Nester, die ich so schwierig wie möglich in der Wohnung versteckt hatte. (Hätten meine Töchter meine alten Verstecktricks nicht so ein bisschen an die Kleinen “verraten”, würden diese sicher noch immer suchen: Das Nest, welches ich in die Unterseite eines Sessels befestigt hatte, dasjenige hinter einem Vorhang hochgebunden und das dritte in einem Stapel Hüte versteckt.

Schöne Oster- und Pessachtage!

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... sei 2017, schreibt meine Schwester. Als Letzter stürmt der Dezember durch den Kalender und verabschiedet sich mit bunten Lichtergarben …

Neujahr

... und ohrenbetäubendem Lärm.
Ein paar dumme Buben setzen gegen Mitternacht den Gartenhag der Block-Parterrewohnung in Brand. Feuerwehr und Polizei haben’s nicht weit, trotzdem entkommen die Brandstifter.
In der Regel bügle ich vom 31. auf den 1. einen Berg Wäsche, ich Silvestermuffel.

Ein gutes und erfreuliches neues Jahr!
Une excellente et réjouissante année!
! שנה חדשה שמחה

Lustiger Geselle

Die Weihnachtsguezli kann ich “gsorget” geben. Die backen die Spezialisten in unserer Familie. Da der Dezember berufsbedingt für Blogks ein hektischer Monat ist, lade ich an den Adventssonntagen zu Zvieri mit Kerzenlicht und Geschichte ein. Nach einem nicht besonders gut geratenen Versuch vor drei Jahren mache ich mich deshalb wieder einmal an einen Zopfteig. Begeistertes Kneten, Werfen, Drücken und Boxen durch die Kleinkrähen ergibt einen optimalen Teig.

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