Adventskalender


Dieses Foto schickte mir 2nd2nd, male (der Hausmeister) im vergangenen Februar aus Kosovo.
Es ist das Begräbnis seines geschätzten Onkels Sadri. Gekommen waren mehrere Hundert Trauergäste, die man anhand der ersten Runde der ausgeschenkten Kaffees zählte.
Die Beerdigung ist allein Sache der Männer. Die Frauen kommen erst am 2. Tag ans Grab.
Weshalb dieses Bild ein Adventstörchen ist?
Noch nie in der Geschichte der Region mischte sich ein weibliches Wesen unter die Männergruppe des ersten Tags. Bis zu diesem 11. Februar, als meine Enkelin (3rd, female) dem langen Trauerzug voran das Bild des Verstorbenen trug.

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In der vorweihnächlichen Werbung sehen die Familien beim Guezlibacken immer glücklich und zufrieden aus. Küchenschürzen, Vorhänge, Teigschüsseln, Geschenkpapier und Türkranz passen farblich zusammen und am Ende stehen auf dekorierten Regalen Tüten, Gläser und Dosen mit festlichen Schleifen und von Hand verzierten Etiketten, bereit zum originellen Verschenken. Die Küchen sind wie durch Zauberhand wieder blitzblank und nie bekommt man ein Bild von Vater, Mutter, Grossmutter, völlig erledigt auf einem Sofa eingeschlafen, zu Gesicht.
Bei uns wird in diesen Tagen ganz spontan gebacken und zwar von der jüngsten Generation. Die Füchse und Elche geraten, nach einigen Versuchen, besonders schön. Die Zwilligsherzen und die Sterne mit Loch weichen vom Gewohnten ab.
Daneben backem natürlich die familieninternen Spezialisten. Auch in diesem Jahr soll es neben den Klassikern eine spezielle Kreation geben. Das Rezept ist noch hoch geheim, aber der Name sickerte schon durch irgend ein Mehlsieb: Winnie Madikizela (-Mandela). (???)

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Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, meine liebe Tochter!
Heute nehme ich kein Kinderbild von dir, obwohl es noch viele herzige davon in den Alben gäbe.
(Ja, die sorgfältig geführten Alben, auf welche wir so stolz waren und die jeder Freund von dir mehrmals anschauen musste – schwarzweiss Fötis, später dann farbige, die Seiten dekoriert mit gepressten Blüten, Federn, Eintrittsbilletten aller Art, Bildchen aus Reiseprospekten, ergänzt mit ersten Sprüchen und Gedichten…)
Dieses Foto von dir wurde im September aus Südfrankreich an unseren Familien-Chat geschickt.

Abendrot

Foto: K., 2nd, male.

Das Schilfhälmchen verrät es: Meine Tochter steht am Ufer des Étang de Vaccarès.

Ein paar Katzensprünge oder 1 Bushaltestelle vom Block weg und schon sind wir am See. Am Wohlensee, einem Stausee, gespiesen von der Aare und einigen kleinen Bächen, gibt es das ganze Jahr hindurch die unterschiedlichsten “Vögel” zu beobachten. Nicht wenige lassen sich zu Gedichten inspirieren, schreiben Krimis, malen und fotografieren oder beobachten ganz einfach andere Vögel.
Bei so viel allseitiger Liebe und Begeisterung für den See braucht es natürlich auch jemanden, der für Ordnung sorgt, damit Störungen jeglicher Art im grünblauen Bereich bleiben.

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Morgen ist Bundesrätinnenwahl.
136 Jahre und 93 Bundesräte dauerte es, bis 1984, 13 Jahre nach Annahme des Frauenstimmrechts, eine Frau in den Obersten Rat gewählt wurde.

Hier diese sehenswerte Dokumentation für meine 4. Adventstür:

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Das untenstehnde Bild erreichte mich im April aus Tokio.
Auf einer Geschäftsreise wurde 2nd, male durch ein Lager für Dentalmatrialien geführt.
Ausgeliefert werden dort u.a. Zahnreihen in 1000 verschiedenen Farben und Grössen.

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Im vergangenen April erzählte mir meine Nachbarin Hedi durch den Gartenzaun über ihre Reise nach Grönland: “Da bisch de nume chliin i dere Landschaft.”
Eines ihrer Fotos nehme ich als 2. Tür.

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“Es geit gäng wider es Tüürli uf”, versichern wir den Geknickten, Verzweifelten und uns selber. (“Wär’s gloubt, zahlt e Taler”, denken dann die Geknickten, Verzweifelten und wir selber.)

Ab heute nehmen wir das Türchenöffnen selbst in die Hand – wenigstens bis Weihnachten.
Nachdem sogar meine Tageszeitung einen Adventskalender bringt, will ich hier nicht zurückstehen. Die Bilder, fotografiert von Familienmitgliedern, Freundinnen und Freunden, wurden mir im vergangenen Jahr übern W’App zugeschickt.

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Frauen im Advent

Gerade hatte ich den Bibel erwähnt, den mein Schwiegersohn geschenkt bekam. Ich freue mich über die Adventskalender, die ich geschenkt bekam.

Und das sagten sie:

1. Dezember
Antony, Susan Brownell, 1820-1906:
“Fahrradfahren hat mehr für die Emanzipation der Frauen getan, als alles andere auf der Welt.”

2. Dezember
Madame de Staël, 1766-1817:
“Es gehört viel Kraft dazu, Gefühle zu zeigen, die ins Lächerliche gezogen werden können.”

3. Dezember
Bettina von Arnim (1785-1859):
“Die Schönheit ist Lebensnahrung der Seele.”

4. Dezember
Dietrich, Marlene (1902-1992):
“Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.”

5. Dezember
Chanel, Coco (1883-1971):
“Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut.”

6. Dezember
Christie, Agathe (1890-1976):
“Glück misst man nicht nach Länge oder Breite, sondern nach Tiefe.”

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Letztes Säcklein

Nach dem dritten Säcklein wusste Kleinesmädchen wies funktioniert und freute sich jeweils ungemein auf ihren Adventskalender, den sie von ihrer Tézja (Tante) bekommen hatte. Aufstehen, wickeln, frühstücken und danach rannte sie ab zum Kalender. War das Säcklein ausgewählt, setzte sich Kleinesmädchen immer in dieselbe Sofaecke, begann, das Schnürchen ab zu zerren und das Geschenklein heraus zu schütteln. Heute öffnete sie ihr letztes Säcklein. Morgen werden wir sie wohl mit ihren “hundert” Weihnachtsgeschenken, die sie heute bekommt, ablenken müssen.

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