Adventskalender II


Nach dem Frühstück habe ich den Jungkrähen wieder einmal die Bambusflöten-Ratten-Geschichte erzählt. Diese leite ich zur Sicherheit jedes Mal ein mit: ” Ich weiss, ich habe euch die Geschichte schon mal erzählt …” (Ab und zu müssen sie auch die ewige, leider sehr kurze Geschichte meines Vaters hören, dessen Freund in der Wüste einem hungrigen Löwen begegnete… Nein, nein, er wird nicht gefressen.)
Manchmal schauen wir zusammen “etwas von früher”, so wie heute.
Animal und Harry bleiben ewig jung!

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Während der Sturmwind um die Häuser jagt, durch die Lüftungsrohre heult und die Tannenwipfel im nahen Wald arg ins Schwanken bringt, sind kreative Familienmitglieder am Backen.
Hier Feines aus dem Ofen, von dem ich – oft in letzter Minute – Gelegenheit hatte, ein Foto zu machen.
Allen Bäckerinnen und Bäckern herzlichen Dank!

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25. Juli 1893
Nicht weit von meiner Hütte steht eine Bretterbude und dort lebt eine Gang zwielichtiger Gestalten. Ich koche für sie, und sie bezahlen mich gut für alles. [...]
Ich erfinde neue Rezepte und probier sie an diesen Gesetzlosen da drüben aus.
Zuerst mein 20-Jahre-Kuchen

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The moon was nearly full …

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Als Kind liebte ich das Basteln in der Schule. Sowohl Mutter als auch Grossmutter war solche Tätigkeit fremd. Umso glücklicher war ich, als uns die Lehrerin Plastilinknollen verteilte, damit wir daraus ein Paar Nils-Holgersson-Schühchen formten. Ich hatte ein Blau, welches durch viele Kinderhände gegangen, schon mehr grau war. Fräulein Schneider stellte alle Schuhpaare in den Sandkasten. (Der quadratische Holzkasten stand auf vier Beinen im hinteren Teil des Klassenzimmers und wurde für den Heimatkundeunterricht gebraucht.)
Mussten wir zum Basteln z.B. eine Kartonrolle vom Klopapier, einen Korkzapfen, eine Schachtelkäseschachtel oder Büroklammern mitbringen, wusste ich gleich, dass zu Hause nichts derartiges aufzutreiben sein würde. Einmal hat meine Grossmutter eine Schachtel Gerber Schmelzkäse gekauft nur, damit ich in der “Handfertigkeit” daraus—-

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Aus einem Geburtstagsbrief, den ich von meiner jüngeren Tochter vor 14 Jahren bekommen habe:

Erst einmal möchte ich dir 1’000 Mal zu deinem Geburtstag gratulieren. Hoffentlich ist dieser Tag eine Freude für dich gewesen, obwohl du so viel arbeiten musstest! Ich wünsche dir alles Gute, viel Glück und wenig Stress in deinem weiteren Leben.

PS 1: Auf Wunsch kann ich dir das Zimmer umstellen.
PS 2: Auf dass du auch im Winter von Sonnenblumenfeldern träumst!

Auf der Rückseite des Briefes von Text von Leo Tolstoj:

Geburtstagsbrief

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“Birchermüesli” stand Ende der 70er-Jahre auf dem Kartonschild an der Hüttentür. Nicht in der Schweiz, sondern im Himachal Pradesh, Vorgebirge des Himalaya. Auf steilem, steinigen Pfad pilgerten Scharen zum “Birchermüesli” mit Vollkornbrot.

Eine Art heimatliche Überraschung war für mich ein Teller mit goldgelber, knuspriger Rösti, Spiegelei und gebratenen Speckscheiben, zubereitet von einer Navajofrau im “Blue Coffee Pot Restaurant” in Kayenta, Arizona.

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Für heute – ein kalter Wind bläst um die Hauseclen – ein paar Meer-Bilder, die meine Enkelkinder im vergangenen Juli gemacht haben:

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Was tue ich mich jeden Herbst schwer, die Wintersachen hervorzuholen. Es widerstrebt mir richtig, die Sommerröcke zusammenzufalten und in Schachteln zu versorgen. Ich glaube daran, dass sich der Winter so lange fern hält, bis ich kleidermässig für ihn parat bin.
Mein Lieblingskleidungsstück für kalte Tage ist dieser Kaschmirschal mit Seide …

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Zum Geburtstag meiner älteren Tochter herzliche Glückwünsche
mit einem Gedicht von
Mascha Kaléko:

»Take it easy!«

Tehk it ih-si, sagen sie dir.
Noch dazu auf englisch.
„Nimm’s auf die leichte Schulter!“

Doch, du hast zwei.
Nimm’s auf die leichte.

Ich folgte diesem populären
Humanitären Imperativ.
Und wurde schief.
Weil es die andre Schulter
Auch noch gibt.

Man muß sich also leider doch bequemen,
Es manchmal auf die schwerere zu nehmen.

(aus: In meinen Träumen läutet es Sturm)

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Familientisch am Donnerstag. “Was git’s zum Dessär?” fragen die Jungkrähen dann.
Manchmal ist das Apfelmus mit Vanilleglace und Rahm oder ein Birnenkuchen. Dann gibt es wieder Donnerstage, an welchen uns 2nd, male etwas Besonderes von seinen (berufsbedingten) Reisen mitbringt. Z.B. Bananenstangen mit rosa Marshmallowfüllung und Butterzigarren aus Japan, beide mit leichtem Algengeschmack, hauchdünne Vanilleoblaten aus Polen, Meitschibei von Gabriel in Glarus, Pralinen aus Belgien, Mandelplätzchen und Feigenbrot aus Spanien, Nussschokolade aus Finnland (Karl Fazer, exclusive Ed., since 1891). Ausser den Schweizern gibt es noch andere, die feinste Schokolade herstellen!
Unvergesslich sind die Veilchensablés aus England, verpackt in einer aufwändig geprägten, violetten Blechdose in Form eines Rohres mit dem Spruch:

Roses are red
Violets are blue
Beautiful little biscuits
And fragrant, too

Wie schon in früheren Blogbeiträgen erwähnt, liebe ich solche Texte auf Verpackungen.

Ein weiteres Donnerstag-Highlight waren diese Mangos aus Hyderabad.

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Hart, aber unglaublich “churzwilig” (im Gegensatz zu langweilig) sei sein Leben gewesen, stellte mein Vater am Ende fest.
Heute ist sein Todestag. In seinem letzten Traum, den er erzählen konnte, zog der “Habk”seine Kreise.

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Dinosaurier sind vor 66 Mio Jahren keineswegs ausgestorben – als Vögel zwitschern sie weiter. Bernhard Kegel, Der Bund, 28.04.2018

Der Grund, weshalb ich den Zeitungsartikel – altmodisch verwahrt in einem Bilderbuch über Saurier – heute noch mal gelesen habe, sind diese Dinos. (Hier in Begleitung einiger wilder Hypofrauen.)
Eine Hommage an die Riesenechse von meiner Freundin Caroline.

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Ein Freund, von dem ich viele Jahre nichts mehr gehört hatte, schickte mir dieses Bild von einem Viehmarkt in der Ostschweiz.
Er sei nun auch pensioniert und fahre oft mit dem Rad durch die Gegend. Um dieser Tätigkeit einen Sinn zu verleihen, stelle er sich vor, er müsse einen Kataster der regionalen Kuhfladen erstellen.

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“Wir werden alt”, talken wir Alten small zwischen Brotregal und Fleischkühltruhe und stehen dabei den Eiligen im Weg.
Werden ist ein bisschen besser als sein. Mich grüsst eine zierliche, alte Frau mit freundlichen Knopfäuglein. Sie freue sich so, mich endlich wieder einmal zu sehen. Bei so viel Herzlichkeit fange auch ich an, mich zu freuen. Die Frau ist nicht beleidigt, als ich sie nach ihrem Namen frage (wir werden alt …) Sie sei Frau Weber vom Sächsezwänzgi. “Ja, klar, natürlich. Wie geht es Ihnen?” So ein nettes Gespräch mit einer Bewohnerin aus meinem früheren Block, aus dem ich vor zehn Jahren weggezogen bin, ist an diesem grauen Wochentag ein Aufsteller. Ich bin alt, und unter uns gesagt, erinnere ich mich überhaupt nicht an Frau Weber, werde aber im Orangen Riesen ab und zu nach ihr Ausschau halten – falls der neue Lidl in ihrem Quartier das zulässt.

Im vergangenen Jahr bekam ich wieder zahlreiche Whatsapp-Fötis von Familienmitgliedern und FreundInnen. Diese Nachrichten sind für mich immer sehr anregend, spannend, lustig und einfach zum Behalten. Deshalb mache ich damit wieder einen Blogk-Adventskalender.

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