Der orange Riese


Frau Zaugg muss schon wieder gehen – zur Physio. Sie verabschiedet sich von Hermann und Greti, welche mit Ruedi und seiner Begleiterin vor Schale und Gipfeli sitzen. Hermann hat eben eine seltsame Nachricht auf sein iPhone erhalten. Unerklärliches erschien bei ihm gestern auf dem PC. Ruedi weiss auch keinen Rat. Drüben an der Wand spielt jemand kurz Handorgel (mini Närve!). Ein dunkelhäutiger
Mitarbeiter in oranger Arbeitsschürze wischt Tische ab und stellt die künstlichen Primeln gerade. Bei Greti macht er Halt für ein kurzes Schwätzchen. Man kennt sich. Greti strahlt den jungen Mann an, der wahrscheinlich ein verkleidetes Model ist. Hermann schaut säuerlich und Ruedi wendet sich der Gratiszeitung zu. Das Restaurant des Orangen Riesen füllt sich zusehends mit Seniorinnen und Senioren. Ich falte meine Zeitung zusammen und räume die Tasse ab. Im unteren Stockwerk wird gerade die Orange-Riesen-Filiale geöffnet. Es herrscht bereits ein grosses Gedränge. Besonders viele Alte (mich eingeschlossen) sind zu dieser frühen Stunde unterwegs. Die Warteschlangen an der Kasse sind länger als sonst.
“Haben Sie die Seniorenkarte?”, fragt mich die Kassierin geduldig. Ah, deeeshalb dieser Auflauf von Rentnerinnen und Rentnern in der unteren Stadt: heute ist der 10-Prozent-Dienstag mit der Vorteilskarte! Mein Einkauf ist immerhin Fr. 5.- günstiger. Die MitarbeiterInnen werden sicher auf diesen Ansturm vorbereitet, sie sind alle sehr nett und hilfsbereit.
Als ich vorhin meinen Kaffee in die Tasse laufen liess, kam eine orange freundliche Fee und fragte, ob sie mir beim Tragen helfen könne.
Den Kaffee schaffe ich gerade noch, obwohl ich mich an diesem Morgen besonders alt und gebrechlich fühle.
Auf dem Weg zur Tramhaltestelle komme ich beim günstigsten Brillengeschäft Europas vorbei: der Laden ist gerammelt voll – Sie wissen schon, von wem.

Seit siebeneinhalb Jahren wird in diesem Blog der Beitrag “Seniorenrabatt” immer wieder aufgerufen.
Gerne bringe ich diesen vom Orangen Riesen gewährten Seniorenvorteil wieder auf den aktuellen Stand, denn vor einigen Tagen erhielt ich eine neue Karte zugeschickt.
Zwar ist mein 10%-Rabattag immer noch der Dienstag, aber die begrenzten Einkaufszeiten (9:00-17:00) wurden aufgehoben. Gültig ist der Ausweis nun auch für Do it + Garden, melectronics, Micasa, SportXX und OBI. Das ist gut, denn es gibt doch ein paar Rentner und Rentnerinnen, die gärtnern, ihres fortgeschrittenen Alterns zum Trotz elektronische Geräte benutzen, eine neue Matratze und Wanderstöcke kaufen oder zu Hause etwas knutzelieren und sei’s auch nur eine Sitzerhöhung fürs WC.

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Heute früh in der Warteschlange der Orangen-Riesen-Kasse, vor mir ein kräftiger junger Bauarbeiter mit Znünisandwich und Eisteebeutel, werden auf dem Werbebildschirm gerade die Eishockey-Schlittschuhe der Marke Synergy EQ20 und der Tiefschutz Sher-Wood Junior vorgeführt. Als ich an der Reihe bin, gibts auf dem Schirm Werbung für Anti-Aging-Creme von Natural Cosmetics, anschliessend eine für superelastische Stützstrumpfhosen der Marke Compact und den Entlastungs-BH Anita. Bis hierhin mache ich mir noch keine Gedanken, denn ich habe mit Cumuluskarte, Bankkarte, Kassenbon und den Mega-Win-Briefchen mitüüri genug zu tun. Als aber die schwangere Frau hinter mir ihre Ware aufs Band zu legen beginnt und nun Babyölflaschen in Form von gelben Entchen über den Bildschirm hüpfen, Wickelkommoden mit doppelten Cumuluspunkten bis 31.12.13 und Pedic-Spray für geschwollene Beine angepriesen werden, habe ich doch ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Mit einem Auge schaue ich auf den Bildschirm, denn nun ist mein muslimischer Nachbar daran, das Band zu beladen. Anstatt Entchen und Kommoden gibts die 12er Packung Kichererbsen, den gefrorenen Lammrücken, den 5kg Sack Budgetzwiebeln und – geits eigentlech no?? – die neue Herbstcollection mit den Kopftüchern Leyla, Orient, Nuria, Mariam.
Ist das ein böser Traum oder einfach nur ein neuer gäbiger Dienst an der Kundin und dem Kunden?

Dinomania

“Samlet dr d’Märggli”, fragt man mich an der Coop-Kasse. “Was gits?” “Töpf, Pfanne, Pfannetechle.” “Nein, danke, Pfannen mit Deckel habe ich genug.” “Sammlet dr Animanca?” werde ich an der Migros-Kasse gefragt. Animanca ist nichts für die Küche, das ist sicher. Nach den magischen Kraft-Steinen, mit deren Hilfe man “das Tier in dir” entdecken konnte, kommen die Dinoskelette zum Zusammensetzten: “Entdecke den Saurier in dir!” Richtig härzigschnüggelig. Pro 20 Franken Einkauf gibts ein Holzplättchen mit eingestanzten Knochen, einem Bildchen und einer Anleitung zum Zusammenstecken. Wie schon hier geschrieben, verhält sich das Personal an der Kasse unterschiedlich. Die einen geben für Fr. 39.95 ein Plättchen, andere zwei, dann kommts vor, dass die Kleinkrähen, wenn sie an der Kasse herzig gucken, eine Handvoll dafür erhalten. Item, wir setzen zusammen und …

Abfall von drei Figuren

... produzieren, zusammen mit der übrigen Animanca-Sammelgemeinde, einen Riesenberg Abfall.

Um mein schlechtes Gewissen fadenscheinig und für den Moment zu beruhigen, nenne ich das – nach der Schreibweise unseres quartiereigenen Brockenhauses – “Apfal brodusiern”. Hat etwas mit “Apfel” zu tun und “brodusiern” etwas mit “Stickerei”. Ich produziere keinen Abfall, sondern besticke einen Apfel. Ein bisschen weit hergeholte Beruhigung, ich weiss. Mein Oranger Riese macht das viel besser mit dem Schutz für die Umwelt. Er macht zwar immer wieder diese umwelt-un-freundlichen Stickerusw-Aktionen, verspricht aber daneben, “bis 2015 200’000 Kinder und Jugendliche für Umweltthemen zu sensibilisieren”. Ab sofort benutze ich die Gemüse-, Früchte- und Brötchenplatikbeutel mehrmals. Falls auch Sie mithelfen möchten, den Plastikozean nicht über die Fläche Deutschlands anwachsen zu lassen, fragen Sie mich. In meiner Mappe trage ich auch ein Reservemehrwegbeutelchen für Sie mit.

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Vor 32 Jahren kaufte meine Nachbarin aus Mitleid mit ihnen, drei Stecklinge in einem Sonderangebot des Orangen Riesen. ‘Bonsai’ stand auf dem Preisschild. Hedi pflanzte die drei Winzlinge in der Nähe des Küchenfensters in ihren Reihenhausgarten.

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Darf man sich in Zeiten, wie diesen, mit Kleinigkeiten befassen? Ich tue es hier, weil auch Kleinstes dazu gehört, (wie die Flöhe und die Wanzen bei Goethe).
Vor einem Jahr berichtete ich von meiner Korrespondenz mit der Infoline des Orangen Riesen. Ich wollte, dass es die Konfitüren wieder in Nachfüllbeuteln zu kaufen gibt. Daraufhin teilte man mir mit, dass es nur noch Gläser gebe. Das Produkt in den Beuteln weise Qualitätsprobleme auf.
Seit einigen Tagen stehen beim Orangen Riesen wieder Nachfüllbeutel im Regal.

Natürlich werde ich immer noch die selbstgemachte Konfitüre kaufen, die mir am Weg angeboten wird, wie z.B. hier bei einer Waldhütte auf dem Langen Berg

Hausgemachtes 1

Inhalt:
7 Gl. div. Konfitüren, 1 Fl. Holundersirup,
2 P. Socken, 1 S. Kartoffeln, 1 S. Boskop,
4 Eier gekocht (Farbe braungrün)
6 Eier roh
1 Kasse

Hausgemachtes 2

Auf dem Blatt an der Wand steht:

Liebe Leute?
Bitte bringt die Harasse zurück
mit den Socken
Es wäre Lieb!
Es ist ja ein Hobby! Dank 031 809 XX XX

und ein vergnügen

Hier werden Diebe einfach vielviel netter angesprochen, als in der Stadt.

Heute habe ich eine Antwort zu den 0.5-Liter Milchbeuteln erhalten.
Sie zeigt mir, wie schwer von Begriff ich bin:

Sehr geehrte Frau C.
Vielen Dank für Ihre erneute Rückmeldung.

Mehrere Faktoren sind zu nennen, weshalb es keine 0.5 Liter Milchbeutel hergestellt werden. Produktionstechnisch ist es nicht möglich, eine Viereraktion mit 0.5 Liter durchzuführen, da die Maschinen dafür nicht eingerichtet sind. Des weiteren müssen Mindestanforderungen erfüllt sein, welche die 0.5 Liter Milchpackungen erfüllen müssen. Diese sind jedoch nicht gewährleistet und es gibt deshalb keine Qualitätssicherheit.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben weiterzuhelfen und grüssen Sie freundlich.

N. B.D.

Kundenberaterin M-Infoline

Nachdem ich in diversen Filialen des Orangen Riesen nachgefragt hatte und mir niemand eine Antwort geben konnte, konsultierte ich die Infoline. Meine beiden Fragen waren so kompliziert, dass ich nach einer Woche ein nettes Mail erhielt, in welchem man mir mitteilte, dass die Abklärungen “etwas länger als erwartet” dauern würden.

1. Frage:
Weshalb gibt es keine Nachfüllbeutel mehr für Extra Konfitüren?

Infoline:
Die Nachfüllbeutel hatten jahrelang Qualitätsprobleme, die wir leider nicht beheben konnten. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Extra Konfitüren Beutel aus dem Sortiment zu nehmen.

Konsumentin:
Habe ich jetzt jahrelang Konfitüre mit Qualitätsproblemen gegessen? Wie wurde ich dadurch in meiner Gesundheit geschädigt?

2. Frage:
Weshalb gibt es die 1/2 Liter Milch nicht als 4er-Packung zu kaufen,
so wie die 1 Liter
?

Infoline:
Die Nachfrage nach den ½ Liter Milchbeutel ist noch zu klein. Deshalb gibt es nur den 1-Liter Beutel.

Konsumentin:
Den 1/2-Liter-Beutel kann man aber schon seit einigen Jahren kaufen. Bei meiner Frage geht es um die 4er-Packung.
Ausserdem werden täglich Millionen von Produkten angeboten, nach denen überhaupt niemand gefragt hat.

Infoline:
Mit diesem Schreiben möchten wir die Sachlage klären. Wir hoffen, es gelingt uns.

Konsumentin:
Mit diesem Schreiben wurde für mich nur eines klarer: wenn nach und nach die umweltfreundlichen Verpackungen bei Riese M verschwinden, kann ich ja die Gläser beim näher gelegenen Riesen C einkaufen.

Die Schmierseife im Nachfüllbeutel hat wahrscheinlich auch unter jahrelangen Qualitätsproblemen gelitten. Sie wird wohl deshalb wieder in äusserst soliden Plastikflaschen verkauft.

Eben habe ich den fragilen Nüsslisalt ans Ende meiner Einkäufe, Schweres vorne – Leichtes hinten, auf das Rollband gelegt, als “Die Kasse” aussteigt. Sie mag keine Strichcodes mehr lesen und keine Beträge von Bankomatkarten mehr abbuchen. “Sie ist überfordert”, erklärt mir die Kassiererin. Im Nu ist eine Fachfrau da, sichert die Daten und leitet einen Neustart ein, der “leider ein bisschen dauern wird”.
Wie schaffe ich es bloss, immer an Kassen anzustehen, bei denen dann irgenwelche Papierrollen ersetzt, Kleingeld oder Noten nachgefüllt werden müssen? Manchmal fehlt an Früchten oder Gemüse ein Preis, dann eilt die Kassierin damit zur Waage. Oder es wird eine Zwischenabrechnung gemacht, damit nicht zuviel Geld in den Kassen liegt.
Heute warte ich geduldig. “Ich kann nichts dafür”, sagt die Frau an der Kasse. Klar, denn inzwischen wissen wir, dass Frauen nicht an allem Schuld sind. Nun klingelt das Telefon. Die Supporterin fragt nach dem Stand der Dinge. Endlich hat sich “Die Kasse” wieder erholt und bipbipbipbip gehts weiter.
“Adieumerci, schöne Festtage!” “Danke gleichfalls, uf Widerluege.”
Beim “Kundendienst” reicht mir die Supporterin durch die Reihe der Kunden hindurch eine Tafel Schokolade und drei gelbe Rosen, sozusagen ein Sofortgewinn für meine Geduld.
Das finde ich erfreulich, denn meist habe ich keine Ahnung, wie sich meine sprichwörtliche Engelsgeduld letzten endes auszahlt.

“Samlet dr d’Bildli?” werde ich an der Kasse des Orangen Riesen gefragt. Uninformiert nehme ich die beiden Briefchen, frage fussballbildchensammelgewohnt nach dem dazu gehörigen Sammelheft, bezahle etwas überrumpelt Fr. 5.- und darf ab jetzt mit Hugo, Nina und Tobi den Regenwald entdecken. Ist das nicht schön, wenn Kleinesmädchen und Kleinesbübchen den Südlichen Tamandua, die Harpyie und den Kleinen Igeltenrek kennen lernen und dadurch nie eine Aussteuer aus tropischen Hölzern kaufen werden? Inzwischen habe ich Nr. 53 (Rotaugenlaubfrosch) und Nr. 168 (Grosslibelle) im Dutzend.
Und so sieht mein Schutz für den Regenwald, wie bei tausend anderen, sammeljägerabfallmässig aus:

Schutz für den Regenwald

Problematisch kann für die Kassiererinnen die Ausgabe der Bildchen werden. Für den Einkauf von Fr. 20.- gibt es ein Päckchen. Wieviele gibts für Fr. 77.70?

Der Orange Riese hat sich für die Senioren etwas Nettes ausgedacht: die Senioren-Vorteilskarte! Das gepflegte Seniorenpaar mit gefülltem Frischekorb auf dem Prospekt strahlt mich an. Es hat gerade mit einem Rabatt von 10% mit der persönlichen Vorteilskarte eingekauft. Die beiden haben auch einen Cumulus-Karteneintrag und erhielten deshalb zusätzlich zur Ermässigung auch noch Cumulus-Punkte. Das trägt bei zu ihrem Glück. Ich könnte altersmässig von diesem Angebot auch profitieren, hätte der “Vorteil” nicht einen Haken. Vergünstigt einkaufen kann man nur am Mittwoch (für mich ein voller Arbeitstag) zwischen 09:00 und 17:00 Uhr und das nur im MM Westside Bern-Brünnen! Die Vorteils-Karte scheint also hauptsächlich ein Vorteil für den Orangen Riesen zu sein. Wenn nichts läuft, sollen die Alten kommen.
Da gehe ich lieber am Samstag zehn Minuten vor Ladenschluss hin, wenn sich die Hausfrauen vom Balkan in den Kampf um die verbilligten Torten usw. stürzen.

Gebrauchsdesign

Die elterliche Wohnung zu räumen ist schmerzlich, weil endgültig. Der “Nachlass” kann aber auch überraschen und erheitern. So wie diese drei alten Einkaufskörbe der Migros. Sie sind nicht nur Familien-, sondern auch ein Teil schweizerischer Wirtschaftsgeschichte.
Zu einer der grössten Sünden, die man in meiner Kindheit auf dem Land begehen konnte, gehörte das Einkaufen bei der Migros. Das war in den Augen der Dörfler so verwerflich, wie der Besuch von Versammlungen des Evangelischen Brüdervereins. Meine Familie tat beides und hatte, als wir in den Fünfzigern in die Hügel des Langen Berges zogen, einen schweren Stand. Dem Brüderverein gingen wir schon vor vielen Jahren verloren, beim Orangen Riesen kaufen wir noch heute ein. Die beiden Onkel Hans und Werner arbeiteten nach dem Zweiten Weltkrieg als Verkaufswagenfahrer für die noch junge Genossenschaft. Das war in diesen Jahren ein abenteuerlicher Beruf, so richtig gemacht für wilde Burschen. Der Widerstand gegen die fahrenden Läden war gross und Hans und Werner erzählten uns Kindern, wie sie von Bauern mit Heugabeln und Sensen davon gejagt wurden, wie man ihnen den Standplatz verbarrikadierte und sie verspottete und beschimpfte.
Vater und Mutter blieben bis zu ihrem Tod Genossenschafter der Migros. Ihren Anteilschein von 10.- Franken können wir einsenden und es werden uns die 10 Franken zurück erstattet.

Die Körbe:
1. Kleiner Drahtkorb mit Leder überzogenem Henkel aus dem Jahr 1948. 2. Drahtkorb gespritzt in den Firmenfarben mit Kunststotff überzogenem Henkel, stapelbar, sechziger Jahre! 3. Plastikkorb, Verbindungshaken aus Draht, achziger Jahre. Heute

Anke

Grosse Probleme zu lösen ist mir leider nicht beschieden. So versuche ich mich, um nicht zu verzweifeln, an den kleinen, mit welchen es mir meist auch nicht besser geht. Hier ein Beispiel:
Seit einiger Zeit kaufe ich den “Bärner Anke” angeboten vom Orangen Riesen als Produkt “Aus der Region”. Dieses wird in der Emmentaler Schaukäserei von Hand gemodelt.

gemodelt

Um die Butter, das “Mödeli”, auf einen Butterteller zu kippen, müsste das Bild auf der geschlossenen Seite der Verpackung liegen. Aber nein, Sonne mit Berg und Butterblume, sind dort, wo ich die Verpackung öffne. Daher ist das fragile Model oft zerdrückt. Benutze ich ein Messer, eine Tortenschaufel oder einfach die Finger, um diese A-Z-Handarbeit auf den Butterteller zu befördern?
Als interessierte Konsumentin nahm ich vor einigen Tagen mit der Infostelle der Emmentaler Schaukäserei Kontakt auf und schilderte mein Probelm, welches zwar kein weltbewegendes, aber im Alltag doch ein lästiges sei.
Heute bekam ich von Fritz Jakob folgende Antwort:

Sehr geehrte Frau C.

Zuerst möchte ich mich entschuldigen für die späte Reaktionszeit, ich war die letzten Tage ausser Haus. Sie haben sich freundlicherweise zu unseren Buttermödeli gemeldet.

1. zerknisterte Model.
Da der ganze Prozess (Produktion, Modellierung, Verpackung und Auszeichnung) Handarbeit ist haben wir tatsächlich teilweise leicht zerdrückte und zerknisterete Mödeli. Die Käser werden laufend angehalten sich Mühe zu geben.

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Beim Kauf eines Waffenschrankes der Marke “Ranger A5”, inkl. Doppelbartschloss mit 2 Schlüsseln erhalte ich bis zum 31. März einen Cumulus-Vorteil von 160.-.
Das Möbel mit Sicherheitsstufe A und Spezialfach für Munition kostet statt 429.- nur noch 269.-.
Natürlich erhalte ich auch auf alle Asco-Nassfutter einen Rabatt von 6.50 bei einem Mindesteinkauf von 13.-.
Schade, dass ich keinen Rasen besitze, denn beim Benzin-Rasenmäher “High Wheel” könnte man 400.- sparen! Ich gebe den Bon gerne ab, und auch den für den Hochdruckreiniger “K 3.900 M plus” (Rabatt 300.-).

“Ist bei Ihnen eine blaue Zahnspange abgegeben worden?” fragt das Mädchen die Verkäuferin am Salat-Buffet.

“Eine Zahnspange? Hast du sie hier verloren?”
“Nein, dort drüben auf der Treppe. Da hab ich etwas gegessen” Das Mädchen zeigt hinaus in die Lauben, wo zahlreiche Hungrige ihre Brote verzehren.
Die Verkäuferin fragt ihre Kolleginnen, gibt dem verzweifelten Kind den Rat, doch noch beim Kundendiest zu fragen.
Als ich nach meinem Einkauf auf die Strasse trete, sitzt die Schülerin schluchzend auf der Treppe. “Soll ich mitkommen zum Kundendienst?” frage ich sie.
“Nein, meine Mutter hat gesagt, ich soll hier warten.”
“Hat sie wegen der Spange geschimpft?”
“Ja, ganz schrecklich.”
“Aber das ist doch nicht so schlimm. Du hättest ja verunglücken können. Ihr könnt es der Versicherung melden. Sei nicht mehr so traurig!” versuche ich zu trösten.

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