La Lune


Hueter der Tr�¤ume

(Quint Buchholz: Die Hüter der Träume)

Vergangenheit ist Geschichte.
Zukunft ist Geheimnis.
Und jeder Augenblick ist ein Geschenk!

Nina Deter (*1947), deutsche Liedermacherin

Heute, kurz nach Mittag war er voll, der Mond – nach 38 Jahren wieder an diesem Tag. Der nächste Weihnachtsvollmond sei im Jahr 2034 zu erwarten!

Einen besinnlichen Weihnachtsabend und mögen unsere Träume stets gut behütet sein!

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Albert mit Marie

” ... das war leider letzte Nacht, Mademoiselle, aber ich rechne Ihnen gleich aus, wann’s den nächsten Blutmond gibt.”

Bild: Quint Buchholz

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Vollmondweib

Tomi Ungerer, 72/150

(fotografiert und weiter erzählt bei Vollmond von 1st, female)

Seitdem sich die drei Räuber ins Waisenkindergeschäft begeben hatten und täglich unglückliche, verlassene Kinder in ihr prächtiges Schloss karrten, hatte sie sich mit dem riesigen roten Beil des Dritten davon gemacht, zertrümmerte damit in dunklen Nächten weiterhin Kutschenräder, nicht, ohne den Pferden vorgängig Pfeffer in die Nüstern zu streuen. In Vollmondnächten sonnte sie sich am See und verzog sich dann in die verlassene Räuberhöhle hoch in den Bergen, sobald die fröhlichen Waisen aufwachten und in ihren roten Räuberuniformen durch die Gegend rannten. Sie stopfte sich Moos in die Ohren, wenn wieder eine Hochzeit im Schloss anstand und neue Häuser gebaut wurden.
Das Moos wärmte ihre Gehörgänge, verströmte einen feinen Duft und sie war erfüllt von grosser Dankbarkeit, dass die Leute mit den roten Hüten nur drei mächtige Türme gebaut hatten.

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Mond I

(Fotos vom 11.08.2014, 03:21:45 – 03:24:33)

Wenn wir mit heiterer Seele durch die Nacht wandeln und ihn sehen, rund wie ein gelbes Auge, das genau überm Dach hockend auf uns herab schaut …

Mond II

... dann fängt die unsterbliche Ballade von Musset in unserer Erinnerung zu singen an.
Und ist es nicht der schelmische Dichter, der ihn uns alsbald mit seinem Blick zeigt:

Mond III

C’était, dans la nuit brune,
Sur le clocher jauni,
La lune
Comme un point sur un i.

Mond IV

Lune, quel esprit sombre
Promène au bout d’un fil,
Dans l’ombre,
Ta face et ton profil?

Aus: Guy de Maupassant: Auf See, Hamburg : mare, 2013, ISBN 978-3-86648-166-4

Mond im Westen

Abnehmender Mond 07:20 von meinem Balkon aus gesehen.

In meinen Büchern gesucht. Viele gefunden.
Hier eine kleine Auswahl:

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Vor Vollmond II

23.06.01:42:48

Tous les plus éminents savants de la terre
Pensent qu’elle est faite de roche et de pierre.
Mais, il ne faut pas croire ces bonimenteurs
La lune est une crêpe au beurre. Yeah !

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Vollmond für Hasen

Aus: Bei Vollmond, ISBN 978-3-86873-394-5

Runder und heller hätte er letzte Nacht nicht auf meine Bettdecke scheinen können, trotzdem nahm ich ihn nicht für voll. Meine Gedanken hingen in den nackten Hecken und auf den verschneiten Borden, wo sich noch kaum ein Kraut zeigt, das diesen Namen verdient. Dabei ist der Gründonnerstag der Kräutersammeltag. Bäche von Regen flossen über den Schirm in meinen Kragen, während ich heute mickrige Blättchen und Blümchen aus der Erde klaubte, vorbei an glänzenden Hundekotwürsten. Schliesslich betrat ich durchnässt den türkischen Laden, kaufte drei Büschel Suppen- und Fleischgrün, dazu einige Handvoll von diesem Rucola, der heuer die Löwenzahnblätter ersetzen muss.
Morgen kann also das xte Eierfärben stattfinden.

Er hatte für den Abend ein Auto organisiert, einen grünen VW Käfer, in diesem Land seltener anzutreffen als ein Rolls-Royce. Es war bereits dunkel, als wir hinunter fuhren nach Mishmar haEmek über Megiddo nach Afula und dann weiter Richtung Tiberias. Er blieb schweigsam. Auf einem Hügel hielt er an. Zu unseren Füssen zwinkerten die Lichter der Stadt, der Kinneret lag da wie eine schwarze Platte, unberührt und bereit zum menschlichen darauf Wandeln.
Dann stieg der volle rote Mond über den syrischen Hügelzügen auf, belebte das Wasser, erhellte den Himmel.
“Tsuki”, sagte mein Begleiter ergriffen.
Wir standen neben dem Käfer, schauten zum höher steigenden Mond und fuhren dann, schweigsam wie wir gekommen waren, zurück in die Hügel von Menashe.

Seitdem wir WESTside haben, sind unsere Nächte und Stuben immer hell. Wir schneiden Haare und Bäume, wies unsere Termine erlauben, säen, waschen und heiraten ohne auf den Mann im Mond zu achten, schütteln den Kopf, wenn jemand fragt, ob wir den Vollmond auch spürten. Nein, denn wir sind resistent.
Wenn die absolut anspruchslose Phacelia auf dem Beet verkümmert, denken wir nicht an den missachteten Mondkalender, und suberwui geht man bei zunehmendem Mond zum Zahnarzt, statt sich bei abnehmendem Mond Schmerzen zu ersparen.
Heute scheint der Mondhousi still und freundlich in mein Schlafzimmer.
Ich ziehe die Vorhänge nicht zu.

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